Keramikgefäß von Lore Schmitz #1131
Keramikgefäß von Lore Schmitz, 1987
Dieses außergewöhnliche Keramikgefäß entstand 1987 als handgearbeitetes Unikat der Oberhausener Keramikerin Lore Schmitz.
Die Arbeit verbindet Gefäß und Skulptur auf eine sehr eigenständige Weise. Der voluminöse, leicht bauchige Gefäßkörper steht auf zwei plastisch ausgeformten, organisch wirkenden Füßen. Seitlich angesetzte, weit ausgreifende Henkel verleihen dem Gefäß eine fast körperhafte Erscheinung. Besonders charakteristisch ist die vertikale Naht bzw. plastische Mittelstruktur, die den Gefäßkörper optisch gliedert und seine handwerkliche Entstehung unmittelbar sichtbar macht.
Die unregelmäßig ausgearbeitete obere Kante sowie die fein strukturierte, helle Oberfläche unterstreichen den unmittelbaren, expressiven Charakter der Arbeit. Im Inneren zeigt sich eine deutlich dunklere, erdig wirkende Oberfläche, die einen reizvollen Kontrast zum hellen Außenkörper bildet.
Lore Schmitz entwickelt hier kein traditionelles Gebrauchgefäß, sondern ein plastisches Objekt zwischen Keramik, Gefäß und Skulptur. Die ungewöhnliche Konstruktion mit den beiden Standfüßen und den weit nach außen geführten Henkeln verleiht der Arbeit eine fast architektonische Präsenz.
Künstler/in: Lore Schmitz, Oberhausen
Jahr: 1987
Material: Keramik
Ausführung: plastisch geformt, handgearbeitet, strukturierte Oberfläche
Maße (H × B × T): ca. 28 × 31 × 18 cm
Exemplar: Unikat
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