Metallsubjekt II #0186
Metallsubjekt II
Eine frühe Skulptur aus dem Jahr 1986 – Teil einer kleinen Serie von fünf Arbeiten.
„Metallsubjekt II“ entstand 1986 in einer frühen Phase meiner künstlerischen Arbeit. Das Motiv der Skulptur ist die Guillotine – jedoch nicht als historisches Gerät oder maßstabsgetreues Modell, sondern als eigenständige räumliche Form.
Die wesentlichen Elemente der Guillotine – das aufrechte Gestänge, horizontale Konstruktionsteile und die schräg in den Raum geführte Stange – werden auf wenige geometrische Formen reduziert. Dabei treffen technische Präzision, Konstruktion und die Assoziation von Gewalt aufeinander.
Auch die Kreuzform entsteht unmittelbar aus der Konstruktion. Sie ist kein nachträglich hinzugefügtes religiöses Zeichen, sondern ergibt sich aus dem Zusammenspiel der vertikalen und horizontalen Elemente. So bleibt sie zugleich Konstruktion, Zeichen und Assoziation.
Die Arbeit steht in engem Zusammenhang mit meinen großen Metallsubjekten, ist jedoch weder Modell noch Entwurf für diese späteren Arbeiten. Sie folgt vielmehr demselben künstlerischen Denken: Aus einfachen Blechteilen entstehen räumliche Gebilde zwischen Gegenstand, Konstruktion, Zeichen und autonomer Skulptur.
Durch ihre kleine Dimension und die offenen Zwischenräume verändert die Skulptur je nach Betrachtungswinkel immer wieder ihre Erscheinung. Aus dem Motiv einer Maschine entsteht so ein eigenständiges Metallsubjekt.
„Metallsubjekt II“ gehört zu einer Serie von fünf Arbeiten, von denen heute noch drei in meinem Besitz sind.
Material: 1 mm Stahlblech
Entstehung: 1986
H/B/T: ca. 31 × 22 × 10 cm
Serie: 5 Arbeiten, davon 3 noch vorhanden
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