Im Blau des Schweigens #1305
Peter Schmitz
Im Blau des Schweigens, Acryl auf Leinwand, 100 × 100 cm
Der Titel führt den Blick nicht zum Tiger, sondern in einen Zustand. Im Blau des Schweigens beschreibt einen Raum der Wahrnehmung.
Der Tiger erscheint darin wie eine Erinnerung, die sich aus der Farbe erhebt. Sein leuchtendes Gelb durchschneidet das Blau, ohne es zu verletzen. Beide Farben halten ein Gleichgewicht voller innerer Spannung. Das Blau trägt das Schweigen, das Gelb den Augenblick der Erscheinung.
Peter Schmitz malt den Tiger nicht als Herrscher seiner Welt, sondern als Teil eines größeren Zusammenhangs. Seine Gestalt bleibt offen, beinahe flüchtig. Linien suchen den Körper, lösen ihn wieder auf und überlassen der Farbe, was die Zeichnung nicht festhalten kann.
Das Bild erzählt nichts von Exotik, Gefahr oder Triumph. Es spricht von Präsenz – von jenem seltenen Moment, in dem ein Lebewesen nicht betrachtet wird, sondern einfach da ist.
Das Schweigen ist hier keine Leere. Es ist die Voraussetzung für diese Begegnung. Das Blau wird zum Resonanzraum. Es umgibt den Tiger nicht, es hört ihm zu. Seine Tiefe nimmt jede Bewegung auf und lässt sie zugleich wieder verschwinden.
So entsteht der Eindruck, dass das Tier nicht durch den Raum geht, sondern aus ihm hervorgeht – als wäre es seit jeher darin verborgen gewesen.
Im Blau des Schweigens erinnert daran, dass die stärksten Bilder nicht laut sind. Sie sprechen ohne Worte.
Schweigen bedeutet hier keine Abwesenheit,
sondern eine tiefe Form von Gegenwart.
EC Zahlung bei Abholung (keine Kreditkarten
kein Paypal)
Scannen Sie den QR-Code und gelangen Sie so direkt zum Artikel!
Dieser Eintrag wurde 1 mal aufgerufen.